Tiny Tall Tales

Erika (Eine autobiografische Partikel-Bö, 09/2020)

Hier folge ich der unausgesprochenen Sitte, der zufolge Autoren ihre erste Schreibmaschine ehren. Tatsächlich erinnere ich mich wirklich wehmütig an Erika, aber wenn ich ehrlich bin, wegen der Wehmut über das Verlorene an sich und nicht im speziellen diese Maschine betreffend. Und mit das Verlorene meine ich die begleitenden Menschen. Der pfiffige Leser ahnt, dass ich das »plappernde Kleinkind« in der Geschichte bin – inzwischen bin ich deutlich größer und älter, aber plappere immer noch. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich zwar mit Erika vor Jahr und Tag einen Schreibmaschinenkurs absolvierte, ich mich jedoch als vollkommene Tippniete erwies und bis auf den heutigen Tag, trotz der physisch vorhandener zehn, nicht mehr als drei oder vier Finger ins feinmotorische Geschehen einbeziehen kann. Doch das passt schon, denn meist denke ich im gleichen Tempo. Selten ist mein Kopf viel schneller als die Finger auf der Tastatur und für diesen Fall greife ich zum Füller. Ich ordne mich der aussterbenden Spezies der Handschreiber zu und als Autorin sehe ich mich auch (noch) nicht.


Das Glück der Unvollkommenheit (Parabel, 08/2020)

Ruth Bauer liebt Antikmärkte, das Stöbern in ausrangierten Gegenständen anderer Menschen. Eines Tages findet sie dabei etwas über sich heraus.


Verkehrte Welt (Drabble, 07/2020)

Du willst tierisch gerne mal kurz abtauchen?

Ein Drabble ist eine Schreibspielerei, die eine Form der Kurzgeschichte darstellt. Diese wird mit genau 100 Wörtern erzählt (Titel nicht mitgerechnet) und die, wie ihre längeren Erzähl-Geschwister aufgebaut, einem Höhepunkt, einer Pointe zustreben sollte. Ähnlich einem Witz – jedoch kann ein Drabble ebenso humorig, spannend, tragisch, dramatisch, poetisch o.ä. sein.


Schaf im Wolfspelz (Short Thriller Story, 04/2020)

Lisann, sensibel wie ein Seismograph, spürt die sich leicht verändernden Schwingungen, die von ihrem Freund Jonas ausgehen. Schafft sie es, einer katastrophalen Erschütterung rechtzeitig zu entgehen?

Mein Beitrag und damit eine der insgesamt 1142 eingereichten Kurzgeschichten zum Projekt-Wettbewerb https://wirschreibenzuhause.de mit folgenden, tolerant auszulegenden, Parametern, die zuvor von der Community (mehr unter obigem Link) fixiert wurden:

Die Geschichte soll unter dem Thema „Identität“ stehen.

Jemand findet ein fremdes Handy, auf dem er/sie Bilder von sich selbst entdeckt.

Die Hauptfigur hat ein dunkles Geheimnis.

Das Handlungsmotiv des Gegners ist Rache.

Unter dem dunklen Geheimnis leidet der Gegner noch heute.


Heißkalt abserviert (Short Thriller Story, 10/2019)

Nach drei Ehejahren wird Sofies und Toms Beziehung nur noch durch fleischliche Genüsse zusammengehalten. Ob es eine gute Idee ist, ausgerechnet zu Halloween eine Versöhnungsauszeit in einer abgelegenen Waldhütte zu planen ?