Unterwegs

Ich bin durstig.
Wir kommen bald an eine Quelle.

Ich bin hungrig.
Ich habe noch etwas Brot.

Es ist so dunkel.
Der Mond leuchtet uns.

Wir werden uns verlaufen.
Die Sterne führen uns.

Und wenn Wolken sie verdecken?
Dann bitten wir um Hilfe.

Ich friere.
Bald geht die Sonne auf und wärmt dich.

Ich fürchte mich.
Ich bin bei dir.

Der Weg ist so lang.
Wir gehen ihn gemeinsam.

Ich kann den Weg nicht erkennen.
Vertraue mir.

Und wenn ich nicht mehr kann?
So will ich auch nicht weitergehen.

Aber dann sind wir verloren!
Nur wenn wir die Hoffnung verlieren.

Wohin gehen wir überhaupt?
Wir folgen nur dem Weg.

Wie lange denn?
Bis du ihm und mir genauso viel Beachtung schenkst wie dir selbst.

Werden wir jemals ankommen?
Gewiss, wenn du aufhörst, zu fragen.

Hast du auf alle Fragen eine Antwort?
Ich nicht, aber mein Glaube.

Inspiration ist abgeleitet aus dem lateinischen inspiratio (Beseelung, Einhauchen), wobei spiritus für Atem, Seele oder Geist steht. Man versteht also allgemeinsprachlich eine Eingebung, etwa einen unerwarteten Einfall oder einen Ausgangspunkt künstlerischer Kreativität.

Quelle: Wikipedia

Inspiration für meine Betrachtung war ein Gedankenaustausch mit Sven von https://herzkoma.wordpress.com über Glaube, Liebe und Hoffnung. Als ich die oben stehenden Eingangszeilen schrieb, empfand ich die/den Fragesteller/in als leidig und strapaziös und hätte ihr/ihm gerne gesagt: »Hör endlich auf zu jammern und halte einfach mal ´ne Weile den Rand!« Bis mir auffiel, dass ich es tatsächlich selbst bin, die so entsetzlich nervt! 

Auf den ersten Blick liegt unsere Sympathie bei den Beantwortern, den Wissenden, den Leitenden und den Begleitenden. Aber, ohne Fragen, keine Antworten! Diese Rolle können sie nur ausfüllen, weil es die Suchenden, die Unsicheren, die Verzagten und die Fragesteller gibt. Idealerweise sind wir beides und wechseln uns auf unseren gemeinsamen Wegen ab. Mal zaudert der eine und benötigt Hilfe, mal ist es der andere. Frage und Antwort. Suchen und Finden. Jammern und Trösten. Zweifeln und Hoffen. Misstrauen und Vertrauen. Zweifel und Glaube.

Liebe hat stets zwei Seiten. Ich wünsche uns allen gute Wegbegleiter!


Das von mir nachbearbeitete Titelfoto ist von Mohamed Hassan auf Pixabay

3 Thoughts

  1. Ich stelle auch oft Fragen, aber erwarte eigentlich gar keine Antworten. Das Fragestellen find ich wichtiger, als das Antworten, weil es oft keine Antworten gibt. Jeder muss sich selbst die Antwort geben oder mit Hermann Hesse gesagt: „Die Antwort bist du selbst.“

    Gerade im Inet hab ich viele selbsternannten „Philosophen“ und Möchtegernguru“ getroffen, die meinen, auf alles eine Antwort geben zu müssen. Diese Menschen sind mir sehr suspekt, zumal sie sich gern sehr unklar ausdrücken, um Tiefsinn vorzutäuschen.

    Alles Liebe 🙂

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      1. Sie drücken sich schon ganz bewusst etwas unklar aus, als hätten sie zu viele Science Fiction-Bücher gelesen. Aber es steht mir nicht zu, sie zu beurteilen: Ich muss sie ja nicht besuchen, bin ihnen vielleicht umgekehrt genauso suspekt.

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