Festgefressen? Keinen „Lauf“ mehr?

Korrosion, zu rauhe Oberflächen, zu wenig Schmierung oder zu starke Beanspruchung und es passiert! Festgefressen. Das widerfährt mir in fast regelmäßigen Abständen beim Schreiben. Ein Übergang passt nicht. Ein Charakter fühlt sich nicht echt an. Ein Logikfehler lässt sich nicht elegant ausmerzen. Ich schmirgele die Umgebung feiner, wechsele Teile aus, trinke ein heißes „Schmiermittel“ – erfolglos. Keine Zündung.

Dann überwinde ich mein Rudel Schweinehunde, lasse den gierig blinkenden Cursor im Dunkel des Bildschirms verschwinden, ziehe mich sittsam an und gehe eine Runde atmen. Atme solange Ballast aus, bis sich Brustkorb und Hirn wohltuend leer anfühlen (bitte nicht länger, Bewusstlose werden im Wald nicht immer gleich gefunden 🤭), lasse nur meine Umgebung auf mich wirken, ändere Blickwinkel und sauge mich auf dem Rückweg mit frischer, realitätsgesättigter Luft voll.

Es wäre gelogen, wenn ich jetzt behauptete, danach würden die berüchtigten Knoten platzen, und ja, vielleicht liegt das Geheimnis nur in der Ablenkung. Für mich ist es jedoch pure Inspiration. Gewonnen aus dem natürlichen Vorgang der Respiration. (Und wenn es nicht hilft, so war es wenigstens schön!)

„Festfressen“ ist keine Störung, sondern eine Chance.

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