Warten auf Erleuchtung oder Geistesblitze?

Wie wurde denn nun die Idee zu dem neuen Abenteuerroman geboren? Antwort: So, wie alles beginnt – in winzig kleinen Keimzellen. Seit vielen Jahren liegt immer in meiner Griffnähe ein A5-Notizbuch, in das ich, wann immer mir etwas Storybezogenes einfällt, einen Eintrag vornehme (nicht etwa: Fenster putzen oder Papiermüll rausstellen). Das kann ein Wort sein, eine Assoziation, ein passend klingender Name, die äußere Erscheinung einer Person, ein Gedicht, ein Zitat, ein Dialog, eine Plotsequenz oder eine Formulierung. So geht nichts verloren. Okay, das ist gelogen, denn ich schwöre: Die besten Ideen entstehen genau dann, wenn ich weder mündlich noch schriftlich eine Notiz machen kann. Sie kleinen Erleuchtungen scheinen ganz genau zu wissen, wann ich shampooniert unter der Dusche stehe oder gerade bis zum Ellenbogen in der Gartenerde wühle!

Aller Widrigkeiten zum Trotz, schält sich die Kerngeschichte fast von alleine heraus und ich muss sie „nur“ in all dem Gedankenunrat erkennen und vom Unnützen befreien. Diesen gewaschenen, nackten Plot schreibe ich handschriftlich nieder – ich liebe echte Manuskripte! In den zwischengeschobenen Reifezeiten wird es etliche Änderungen geben, bevor die Geschichte theoretisch in eine Form „designt“ wird, die schon Ablauf, Höhepunkte etc. vorgibt. In diesem Fall ist es die klassische Heldenreise. Da meine in zwei Zeitebenen erzählt werden muss und in beiden viel geschieht, sind schon erste Recherchen notwendig, um die Geschichte glaubhaft zu machen. Das Papier und die Bücher beginnen sich aufzutürmen und je mehr ich lese, desto weniger weiß ich. Jetzt muss ich anfangen. Ich arbeite mit dem Programm Papyrus, wobei ich gestehen muss, dass ich es gar nicht in seinem vollen Umfang ausschöpfe. Ich bin so unverbesserlich oldschool und komme nicht ohne meine handschriftlichen Notizzettel und Unterlagen aus, die ich schneller wiederfinde als die Post-its des Programms. Die Hoffnung stirbt zuletzt – vielleicht werden wir ja doch noch engere Freunde?!

Fazit: Eine große Erleuchtung gab es nicht, aber viele kleine, erhellende Lichtblitze. (Danke, liebe H., für die dänische Dramawolke!)

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